Die Recovery Time Objective (RTO) definiert, wie lange die Wiederherstellung eines IT-Systems nach einem Ausfall maximal dauern darf, bis der Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Eine RTO von zwei Stunden bedeutet, dass ein System spätestens zwei Stunden nach Ausfallbeginn wieder funktionsfähig sein muss – unabhängig davon, wie umfangreich die Wiederherstellung technisch ist. Die RTO unterscheidet sich von der Recovery Point Objective (RPO): Während die RPO den maximal tolerierbaren Datenverlust beschreibt, definiert die RTO die maximal tolerierbare Ausfallzeit. Für unterschiedliche Systeme gelten dabei meist unterschiedliche RTO-Werte – ein zentrales Warenwirtschaftssystem benötigt in der Regel eine deutlich kürzere Wiederherstellungszeit als ein internes Archivsystem. Eine realistische RTO lässt sich nur mit vorab getesteten Wiederherstellungsprozessen erreichen; ungetestete Backups führen im Ernstfall häufig zu deutlich längeren Ausfallzeiten als geplant. sysmind legt RTO-Ziele gemeinsam mit Kunden fest und bildet sie technisch über Hochverfügbarkeits– und Failover-Konzepte sowie im Modul sysmind vault ab.